Unfallregulierung

Ein Unfall – und nun?

 

An der Unfallstelle

Sichern Sie als erstes die Unfallstelle mit Warnblinker und Warndreieck ab.

Leisten Sie falls notwendig Erste Hilfe und verständigen den Rettungsdienst.

Bei hohem Sachschaden, Verletzten oder wenn Sie sich nicht einigen können, rufen Sie die Polizei und verändern bis zu deren Eintreffen nichts an der Unfallstelle.

Bei Bagatellschäden brauchen Sie die Polizei nicht zu rufen. Sie sollten aber eine Unfallskizze anfertigen, die alle Beteiligten unterschreiben. Schildern Sie nur den Unfallhergang, aber erkennen Sie keine Schuld an! Noch besser füllen Sie einen Unfallbericht aus (erhältlich bei Versicherungen, ADAC und natürlich auch bei uns). Wenn Sie Fotos machen, bitte mit möglichst hoher Auflösung, denn auf die Details kommt es an. Um den Verkehr nicht zu behindern, können Sie die Unfallstelle dann räumen.

Wenn die Polizei hinzugezogen wird, machen Sie bei Unklarheiten oder eigener (vermuteter) Schuld keine Angaben zum Unfallhergang. Versuchen Sie vor allem nicht, eigenes Fehlverhalten zu entschuldigen („ich habe nicht aufgepasst“). Damit geben Sie nämlich Ihr Fehlverhalten zu, was Sie im günstigsten Fall ein Bußgeld kostet, möglicherweise aber auch Ihren Führerschein. Wenn Sie glauben, für den Unfall verantwortlich zu sein, können Sie das anstatt der Polizei auch Ihrer Versicherung sagen, die den gegnerischen Schaden reguliert, ohne dass Sie bestraft werden.

Folgende Dinge sollten Sie bei einem Unfall auf keinen Fall tun:

Geben Sie vor Ort nicht Ihre Schuld zu!

Lassen Sie sich die Unfallabwicklung nicht von Dritten abnehmen!

Nehmen Sie keine „kostenlose“ Unfallhilfe an!

Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht vollständig gelesen und verstanden haben!

Lassen Sie sich nicht vom Unfallgegner oder dessen Versicherung beeinflussen, treffen Sie vor allem keine Vereinbarungen über die Wahl der Werkstatt oder des Sachverständigen!

 

Nach dem Unfall

Wenn sich die erste Aufregung gelegt hat, sollten Sie umgehend einen Rechtsanwalt anrufen. Wir beraten Sie sofort am Telefon und können Ihnen auch kurzfristig (meistens noch am gleichen Tag, spätestens am nächsten Tag) einen Besprechungstermin geben. Falls notwendig, veranlassen wir die Begutachtung Ihres Fahrzeugs durch einen neutralen Sachverständigen. Wir klären zusammen mit Ihnen, ob Sie Ihr Fahrzeug reparieren, durch ein neues ersetzen, oder fiktiv abrechnen und das beschädigte Auto behalten oder selbst reparieren. Ob Sie einen Mietwagen nehmen oder Nutzungsausfall beanspruchen. Was Ihnen an Wertminderung zusteht. Was Ihnen an Schmerzensgeld, Krankheitskosten und Verdienstausfall zusteht. Ob Sie Haushaltsführungsschaden geltend machen oder eine Hilfe im Haushalt beanspruchen können.

Häufig wird auch die gegnerische Versicherung Sie anschreiben oder sogar anrufen und „unbürokratische Hilfe“ anbieten. Seien Sie vorsichtig mit solchen Angeboten. Für die gegnerische Versicherung sind Sie nämlich ein Kostenfaktor, der möglichst klein gehalten werden soll. So wird ein Sachverständiger der Versicherung beispielsweise bei einem Lackschaden eine Farbtonangleichung für unnötig halten, die jedem unabhängigen Sachverständigen als notwendig ins Auge springt. Dadurch wird die Reparatur billiger, und wenn Sie dann noch auf das Angebot eingehen, dass Ihr Auto von einer Werkstatt der Versicherung abgeholt und repariert zurückgebracht wird, bekommen Sie mit Sicherheit ein Auto zurück, an dem die Unfallspuren nicht vollständig beseitigt sind. Oder wenn Sie fiktiv abrechnen bekommen Sie aufgrund des parteiischen Versicherungsgutachtens nicht den vollen Betrag, der Ihnen eigentlich zustünde. Auch beim Schmerzensgeld werden Sie wahrscheinlich mit einem zu geringen Betrag abgespeist und die Frage einer Haushaltshilfe wird gar nicht erst gestellt.
Kommen Sie deshalb zu uns. Schließlich lassen Sie Ihre Steuererklärung auch nicht vom Finanzamt erstellen.

 

Wenn Sie an dem Unfall keine Schuld tragen, werden die Anwaltskosten von der gegnerischen Versicherung erstattet. Auch bei einer Teilschuld werden die Anwaltskosten in voller Höhe erstattet, wenn wir bei finanziellen Forderungen nur den Anteil geltend machen, der der Teilschuld des Gegners entspricht.

Jedoch müssen Sie spätestens wenn der Streit vor Gericht geht, Gerichtskosten und eventuelle Sachverständigenkosten und Zeugengelder vorschießen. Am Ende des Verfahrens werden diese kosten zusammen mit den Anwaltskosten vom Gericht entsprechend der Quote des Gewinnens / Unterliegens verteilt. Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt diese Vorschüsse und auch die Kosten, die letztendlich von Ihnen zu tragen sind.

Selbstverständlich klären wir Sie gerne über die in Ihrem Fall konkret zu erwartenden Kosten auf und wie hoch die Chance ist, dass die Kosten von der gegnerischen Versicherung übernommen werden.

Jakob Heinrich Tschuschke
Rechtsanwalt
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