Bußgeld + Punkte für zu lauten Auspuff / fehlenden dB-Killer

Ab 1.5.2014 gibt es für einen zu lauten Auspuff keine Punkte mehr. Bereits vorhandene Punkte werden gelöscht.
Ist der Auspuff zu laut, weil defekt, kostet das 20 €.
Ist der Auspuff zu laut, weil manipuliert, kostet das 90 €.

Bei wiederholten, beharrlichen oder vorsätzlichen Verstößen kann das Bußgeld erhöht werden.

Defekter Auspuff

Ist der Auspuff defekt, d.h. ohne willentliche Änderung verschlissen oder durchgerostet, kostet das nach altem (bis 30.4.2014) und neuem (ab 1.5.2014) Recht gemäß Nr. 219 des Bußgeldkatalogs 20 € und keine Punkte:

„219 – Kraftfahrzeug, dessen Schalldämpferanlage defekt war, in Betrieb genommen (§ 49 Abs. 1 & § 69a Abs. 3 Nr. 17 StvZO) – 20 €, keine Punkte“

Manipulierter Auspuff

Ist die Auspuffanlage manipuliert, d.h. willentlich verändert, also z.B. ein nicht zugelassener Schalldämpfer montiert, vom an sich zugelassenen Schalldämpfer der db-Killer / db-Eater entfernt, der Schalldämpfer oder Krümmer angebohrt usw., erlischt aufgrund dieses Eingriffs die Betriebserlaubnis des Autos oder Motorrades. Dann gibt es nach altem Recht Nr. 214 des Bußgeldkatalogs 90 € und 3 Punkte:

„214a – Fahrzeug trotz erloschener Betriebserlaubnis in Betrieb genommen und dadurch die Verkehrssicherheit oder die Umwelt wesentlich beeinträchtigt (§ 19 Absatz 5 Satz 1& § 69a Absatz 2 Nr 1a StVO) 214a.1 – einen Lastkraftwagen oder Kraftomnibus -180 €, 3 Punkte214a.2 – ein anderes als in 214a.1 genanntes Fahrzeug – 90 €, 3 Punkte“

Nach neuem Recht gibt es Punkte nur noch für Verstöße, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Ein zu lauter Auspuff gehört nicht dazu. Nr. 214a des alten Bußgeldkataloges wurde deshalb in Nr. 214a und 214b gesplittet:

„214a – Fahrzeug trotz erloschener Betriebserlaubnis in Betrieb genommen und dadurch die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigt (§ 19 Absatz 5 Satz 1& § 69a Absatz 2 Nr 1a StVO)
214a.1 – einen Lastkraftwagen oder Kraftomnibus -180 €
214a.2 – ein anderes als in 214a.1 genanntes Fahrzeug – 90 €

214b – Fahrzeug trotz erloschener Betriebserlaubnis in Betrieb genommen und dadurch die Umwelt wesentlich beeinträchtigt (§ 19 Absatz 5 Satz 1& § 69a Absatz 2 Nr 1a StVO)
214b.1 – einen Lastkraftwagen oder Kraftomnibus -180 €
214b.2 – ein anderes als in 214b.1 genanntes Fahrzeug – 90 €“

Nach Nr. 3.5.8 des neuen Punktekataloges (Anlage 13 zu § 40 FEV) gibt es für Verstöße gegen Nr. 214a BKatV einen Punkt, nicht aber für Verstöße gegen Nr. 214b.

Update: In einem ersten Fall zu diesem Thema hat die Dortmunder Bußgeldbehörde einen zunächst verhängten Punkt wieder zurückgenommen.

Übergangsrecht und bisherige Punkte:

Am 30.4.2014 vorhandene Punkte wegen eines zu lauten Auspuffs werden am 1.5.2014 gelöscht. Auch alle anderen Punkte, die es nach dem neuen System nicht mehr gibt (z.B. Fahren ohne Plakette in Umweltzone), werden gelöscht. Die verbleibenden Punkte werden nach dem hier beschriebenen System in „Neupunkte“ umgerechnet.

 

Vorschriften der StVZO

Die Vorschriften über den Zustand der Auspuffanlage, auf die auch der Bußgeldkatalog Bezug nimmt, finden sich in § 19 und § 49 StVZO:

§ 19 Erteilung und Wirksamkeit der Betriebserlaubnis

(1) Die Betriebserlaubnis ist zu erteilen, wenn das Fahrzeug den Vorschriften dieser Verordnung, den zu ihrer Ausführung erlassenen Anweisungen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und den Vorschriften der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 des Rates vom 20. Dezember 1985 über das Kontrollgerät im Straßenverkehr (ABl. L 370 vom 31.12.1985, S. 8), die zuletzt durch die Verordnung (EU) Nr. 1266/2009 (ABl. L 339 vom 22.12.2009, S. 3) geändert worden ist, entspricht. Die Betriebserlaubnis ist ferner zu erteilen, wenn das Fahrzeug anstelle der Vorschriften dieser Verordnung die Einzelrichtlinien in ihrer jeweils geltenden Fassung erfüllt, die
1.
in Anhang IV der Richtlinie 2007/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. September 2007 zur Schaffung eines Rahmens für die Genehmigung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern sowie von Systemen, Bauteilen und selbstständigen technischen Einheiten für diese Fahrzeuge (Rahmenrichtlinie) (ABl. L 263 vom 9.10.2007, S. 1), die zuletzt durch die Verordnung (EU) Nr. 371/2010 (ABl. L 110 vom 1.5.2010, S. 1) geändert worden ist, oder
2.
in Anhang II Kapitel B der Richtlinie 2003/37/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Mai 2003 über die Typgenehmigung für land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen, ihre Anhänger und die von ihnen gezogenen auswechselbaren Maschinen sowie für Systeme, Bauteile und selbstständige technische Einheiten dieser Fahrzeuge und zur Aufhebung der Richtlinie 74/150/EWG (ABl. L 171 vom 9.7.2003, S. 1), die zuletzt durch die Richtlinie 2010/62/EU (ABl. L 238 vom 9.9.2010, S. 7) geändert worden ist, oder
3.
in Anhang I der Richtlinie 2002/24/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. März 2002 über die Typgenehmigung für zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge und zur Aufhebung der Richtlinie 92/61/EWG des Rates (ABl. L 124 vom 9.5.2002, S. 1), die zuletzt durch die Verordnung (EG) Nr. 1137/2008 (ABl. L 311 vom 21.11.2008, S. 1) geändert worden ist,

in seiner jeweils geltenden Fassung genannt sind. Die jeweilige Liste der in Anhang IV der Richtlinie 2007/46/EG, in Anhang II der Richtlinie 2003/37/EG und in Anhang I der Richtlinie 2002/24/EG genannten Einzelrichtlinien wird unter Angabe der Kurzbezeichnungen und der ersten Fundstelle aus dem Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Verkehrsblatt bekannt gemacht und fortgeschrieben. Die in Satz 2 genannten Einzelrichtlinien sind jeweils ab dem Zeitpunkt anzuwenden, zu dem sie in Kraft treten und nach Satz 3 bekannt gemacht worden sind. Soweit in einer Einzelrichtlinie ihre verbindliche Anwendung vorgeschrieben ist, ist nur diese Einzelrichtlinie maßgeblich. Gehört ein Fahrzeug zu einem genehmigten Typ oder liegt eine Einzelbetriebserlaubnis nach dieser Verordnung oder eine Einzelgenehmigung nach § 13 der EG-Fahrzeuggenehmigungsverordnung vor, ist die Erteilung einer neuen Betriebserlaubnis nur zulässig, wenn die Betriebserlaubnis nach Absatz 2 Satz 2 erloschen ist.

(2) Die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs bleibt, wenn sie nicht ausdrücklich entzogen wird, bis zu seiner endgültigen Außerbetriebsetzung wirksam. Sie erlischt, wenn Änderungen vorgenommen werden, durch die
1.
die in der Betriebserlaubnis genehmigte Fahrzeugart geändert wird,
2.
eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern zu erwarten ist oder
3.
das Abgas- oder Geräuschverhalten verschlechtert wird.

Sie erlischt ferner für Fahrzeuge der Bundeswehr, für die § 20 Absatz 3b oder § 21 Satz 5 angewendet worden ist, sobald die Fahrzeuge nicht mehr für die Bundeswehr zugelassen sind. Für die Erteilung einer neuen Betriebserlaubnis gilt § 21 entsprechend. Besteht Anlass zur Annahme, dass die Betriebserlaubnis erloschen ist, kann die Verwaltungsbehörde zur Vorbereitung einer Entscheidung

1.
die Beibringung eines Gutachtens eines amtlich anerkannten Sachverständigen, Prüfers für den Kraftfahrzeugverkehr oder eines Prüfingenieurs darüber, ob das Fahrzeug den Vorschriften dieser Verordnung entspricht, oder
2.
die Vorführung des Fahrzeugs

anordnen und wenn nötig mehrere solcher Anordnungen treffen; auch darf eine Prüfplakette nach Anlage IX nicht zugeteilt werden.

(2a) Die Betriebserlaubnis für Fahrzeuge, die nach ihrer Bauart speziell für militärische oder polizeiliche Zwecke sowie für Zwecke des Brandschutzes und des Katastrophenschutzes bestimmt sind, bleibt nur so lange wirksam, wie die Fahrzeuge für die Bundeswehr, die Bundespolizei, die Polizei, die Feuerwehr oder den Katastrophenschutz zugelassen oder eingesetzt werden. Für Fahrzeuge nach Satz 1 darf eine Betriebserlaubnis nach § 21 nur der Bundeswehr, der Bundespolizei, der Polizei, der Feuerwehr oder dem Katastrophenschutz erteilt werden; dies gilt auch, wenn die für die militärischen oder die polizeilichen Zwecke sowie die Zwecke des Brandschutzes und des Katastrophenschutzes vorhandene Ausstattung oder Ausrüstung entfernt, verändert oder unwirksam gemacht worden ist. Ausnahmen von Satz 2 für bestimmte Einsatzzwecke können gemäß § 70 genehmigt werden.
(3) Abweichend von Absatz 2 Satz 2 erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs jedoch nicht, wenn bei Änderungen durch Ein- oder Anbau von Teilen
1.
für diese Teile
a)
eine Betriebserlaubnis nach § 22 oder eine Bauartgenehmigung nach § 22a erteilt worden ist oder
b)
der nachträgliche Ein- oder Anbau im Rahmen einer Betriebserlaubnis oder eines Nachtrags dazu für das Fahrzeug nach § 20 oder § 21 genehmigt worden ist

und die Wirksamkeit der Betriebserlaubnis, der Bauartgenehmigung oder der Genehmigung nicht von der Abnahme des Ein- oder Anbaus abhängig gemacht worden ist oder

2.
für diese Teile
a)
eine EWG-Betriebserlaubnis, eine EWG-Bauartgenehmigung oder eine EG-Typgenehmigung nach Europäischem Gemeinschaftsrecht oder
b)
eine Genehmigung nach Regelungen in der jeweiligen Fassung entsprechend dem Übereinkommen vom 20. März 1958 über die Annahme einheitlicher Bedingungen für die Genehmigung der Ausrüstungsgegenstände und Teile von Kraftfahrzeugen und über die gegenseitige Anerkennung der Genehmigung (BGBl. 1965 II S. 857, 858), soweit diese von der Bundesrepublik Deutschland angewendet werden,

erteilt worden ist und eventuelle Einschränkungen oder Einbauanweisungen beachtet sind oder

3.
die Wirksamkeit der Betriebserlaubnis, der Bauartgenehmigung oder der Genehmigung dieser Teile nach Nummer 1 Buchstabe a oder b von einer Abnahme des Ein- oder Anbaus abhängig gemacht ist und die Abnahme unverzüglich durchgeführt und nach § 22 Absatz 1 Satz 5, auch in Verbindung mit § 22a Absatz 1a, bestätigt worden ist oder
4.
für diese Teile
a)
die Identität mit einem Teil gegeben ist, für das ein Gutachten eines Technischen Dienstes nach Anlage XIX über die Vorschriftsmäßigkeit eines Fahrzeugs bei bestimmungsgemäßem Ein- oder Anbau dieser Teile (Teilegutachten) vorliegt,
b)
der im Gutachten angegebene Verwendungsbereich eingehalten wird und
c)
die Abnahme des Ein- oder Anbaus unverzüglich durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr oder durch einen Kraftfahrzeugsachverständigen oder Angestellten nach Nummer 4 der Anlage VIIIb durchgeführt und der ordnungsgemäße Ein- oder Anbau entsprechend § 22 Absatz 1 Satz 5 bestätigt worden ist; § 22 Absatz 1 Satz 2 und Absatz 2 Satz 3 gilt entsprechend.

Werden bei Teilen nach Nummer 1 oder 2 in der Betriebserlaubnis, der Bauartgenehmigung oder der Genehmigung aufgeführte Einschränkungen oder Einbauanweisungen nicht eingehalten, erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs.

(4) Der Führer des Fahrzeugs hat in den Fällen
1.
des Absatzes 3 Nummer 1 den Abdruck oder die Ablichtung der betreffenden Betriebserlaubnis, Bauartgenehmigung, Genehmigung im Rahmen der Betriebserlaubnis oder eines Nachtrags dazu oder eines Auszugs dieser Erlaubnis oder Genehmigung, der die für die Verwendung wesentlichen Angaben enthält, und
2.
des Absatzes 3 Nummer 3 und 4 einen Nachweis nach einem vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Verkehrsblatt bekannt gemachten Muster über die Erlaubnis, die Genehmigung oder das Teilegutachten mit der Bestätigung des ordnungsgemäßen Ein- oder Anbaus sowie den zu beachtenden Beschränkungen oder Auflagen mitzuführen und zuständigen Personen auf Verlangen auszuhändigen. Satz 1 gilt nicht, wenn die Zulassungsbescheinigung Teil I, das Anhängerverzeichnis nach § 11 Absatz 1 Satz 2 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung oder ein nach § 4 Absatz 5 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung mitzuführender oder aufzubewahrender Nachweis einen entsprechenden Eintrag einschließlich zu beachtender Beschränkungen oder Auflagen enthält; anstelle der zu beachtenden Beschränkungen oder Auflagen kann auch ein Vermerk enthalten sein, dass diese in einer mitzuführenden Erlaubnis, Genehmigung oder einem mitzuführenden Nachweis aufgeführt sind. Die Pflicht zur Mitteilung von Änderungen nach § 13 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung bleibt unberührt.
(5) Ist die Betriebserlaubnis nach Absatz 2 Satz 2 oder Absatz 3 Satz 2 erloschen, so darf das Fahrzeug nicht auf öffentlichen Straßen in Betrieb genommen werden oder dessen Inbetriebnahme durch den Halter angeordnet oder zugelassen werden. Ausnahmen von Satz 1 sind nur nach Maßgabe der Sätze 3 bis 5 zulässig. Ist die Betriebserlaubnis nach Absatz 2 Satz 2 erloschen, dürfen nur solche Fahrten durchgeführt werden, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Erlangung einer neuen Betriebserlaubnis stehen. Am Fahrzeug sind die bisherigen Kennzeichen oder rote Kennzeichen oder Kurzzeitkennzeichen zu führen. Die Sätze 3 und 4 gelten auch für Fahrten, die der amtlich anerkannte Sachverständige für den Kraftfahrzeugverkehr im Rahmen der Erstellung des Gutachtens durchführt.
(6) Werden an Fahrzeugen von Fahrzeugherstellern, die Inhaber einer Betriebserlaubnis für Typen sind, im Sinne des Absatzes 2 Teile verändert, so bleibt die Betriebserlaubnis wirksam, solange die Fahrzeuge ausschließlich zur Erprobung verwendet werden; insoweit ist auch keine Mitteilung an die Zulassungsbehörde erforderlich. Satz 1 gilt nur, wenn die Zulassungsbehörde im Fahrzeugschein bestätigt hat, dass ihr das Fahrzeug als Erprobungsfahrzeug gemeldet worden ist.
(7) Die Absätze 2 bis 6 gelten entsprechend für die EG-Typgenehmigung.
§ 49 Geräuschentwicklung und Schalldämpferanlage
(1) Kraftfahrzeuge und ihre Anhänger müssen so beschaffen sein, dass die Geräuschentwicklung das nach dem jeweiligen Stand der Technik unvermeidbare Maß nicht übersteigt.
(2) Kraftfahrzeuge, für die Vorschriften über den zulässigen Geräuschpegel und die Schalldämpferanlage in den nachfolgend genannten Richtlinien der Europäischen Gemeinschaften festgelegt sind, müssen diesen Vorschriften entsprechen:
1.
Richtlinie 70/157/EWG des Rates vom 6. Februar 1970 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über den zulässigen Geräuschpegel und die Auspuffvorrichtung von Kraftfahrzeugen (ABl. L 42 vom 23.2.1970, S. 16), geändert durch die im Anhang zu dieser Vorschrift genannten Bestimmungen,
2.
Richtlinie 74/151/EWG des Rates vom 4. März 1974 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über bestimmte Bestandteile und Merkmale von land- oder forstwirtschaftlichen Zugmaschinen auf Rädern (ABl. L 84 vom 28.3.1974, S. 25), geändert durch die im Anhang zu dieser Vorschrift genannten Bestimmungen,
3.
(weggefallen)
4.
Richtlinie 97/24/EG, jeweils in der aus dem Anhang zu dieser Vorschrift ersichtlichen Fassung.

Land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 30 km/h und selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Stapler entsprechen der Vorschrift nach Absatz 1 auch, wenn sie den Vorschriften der Richtlinie nach Nummer 2 genügen. Fahrzeuge entsprechen den Vorschriften der Richtlinie nach Nummer 2 auch, wenn sie den Vorschriften der Richtlinie nach Nummer 1 genügen.

(2a) Auspuffanlagen für Krafträder sowie Austauschauspuffanlagen und Einzelteile dieser Anlagen als unabhängige technische Einheit für Krafträder dürfen im Geltungsbereich dieser Verordnung nur verwendet werden oder zur Verwendung feilgeboten oder veräußert werden, wenn sie
1.
mit dem EWG-Betriebserlaubniszeichen gemäß Anhang II Nummer 3.1.3 der Richtlinie 78/1015/EWG des Rates vom 23. November 1978 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über den zulässigen Geräuschpegel und die Auspuffanlage von Krafträdern (ABl. L 349 vom 13.12.1978, S. 21), die zuletzt durch die Richtlinie 89/235/EWG (ABl. L 98 vom 11.4.1989, S. 1) geändert worden ist, oder
2.
mit dem Genehmigungszeichen gemäß Kapitel 9 Anhang VI Nummer 1.3 der Richtlinie 97/24/EG
oder
3.
mit dem Markenzeichen „e“ und dem Kennzeichen des Landes, das die Bauartgenehmigung erteilt hat gemäß Kapitel 9 Anhang III Nummer 2.3.2.2 der Richtlinie 97/24/EG

gekennzeichnet sind. Satz 1 gilt nicht für

1.
Auspuffanlagen und Austauschauspuffanlagen, die ausschließlich im Rennsport verwendet werden,
2.
Auspuffanlagen und Austauschauspuffanlagen für Krafträder mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 50 km/h.
(3) Kraftfahrzeuge, die gemäß Anlage XIV zur Geräuschklasse G 1 gehören, gelten als geräuscharm; sie dürfen mit dem Zeichen „Geräuscharmes Kraftfahrzeug“ gemäß Anlage XV gekennzeichnet sein. Andere Fahrzeuge dürfen mit diesem Zeichen nicht gekennzeichnet werden. An Fahrzeugen dürfen keine Zeichen angebracht werden, die mit dem Zeichen nach Satz 1 verwechselt werden können.
(4) Besteht Anlass zu der Annahme, dass ein Fahrzeug den Anforderungen der Absätze 1 bis 2 nicht entspricht, so ist der Führer des Fahrzeugs auf Weisung einer zuständigen Person verpflichtet, den Schallpegel im Nahfeld feststellen zu lassen. Liegt die Messstelle nicht in der Fahrtrichtung des Fahrzeugs, so besteht die Verpflichtung nur, wenn der zurückzulegende Umweg nicht mehr als 6 km beträgt. Nach der Messung ist dem Führer eine Bescheinigung über das Ergebnis der Messung zu erteilen. Die Kosten der Messung fallen dem Halter des Fahrzeugs zur Last, wenn eine zu beanstandende Überschreitung des für das Fahrzeug zulässigen Geräuschpegels festgestellt wird.
(5) Technischer Dienst und Prüfstelle im Sinne der in den Absätzen 2 und 3 genannten Regelwerke ist das Institut für Fahrzeugtechnik beim Technischen Überwachungs-Verein Bayern Sachsen e. V., Westendstr. 199, 80686 München. Es können auch andere Technische Prüfstellen für den Kraftfahrzeugverkehr oder von der obersten Landesbehörde anerkannte Stellen prüfen. Der Technische Dienst ist über alle Prüfungen zu unterrichten. In Zweifelsfällen ist er zu beteiligen; bei allen Fragen der Anwendung ist er federführend.
Bußgeld + Punkte für zu lauten Auspuff / fehlenden dB-Killer 5.00/5, 2 Stimmen

36 Kommentare zu „Bußgeld + Punkte für zu lauten Auspuff / fehlenden dB-Killer“

  • Vayne:

    Hier wird ja gesagt das es keine Punkte mehr gibt, da der Db-Killer nur die Umwelt negativ beeinflusst.
    Steht das denn zu 100% ? Es könnte ja sein, das der Db-Killer ebenfalls die Verkehrssicherheit beeinträchtigt? (zumindestens in den Augen der Gesetzgeber).

    Und sagen wir mal, ich hab die Kohle und werde 10 mal ohne Killer erwischt.
    Ist es dann möglich z.B. auch ein Fahrverbot zu bekommen, oder andere Konsequenzen?
    Oder wird wirklich lediglich das Bußgeld erhöht?

  • Steven:

    Hallo,

    vielen Dank dafür, dass Sie hier Rechtsthemen aufschlüsseln.
    Ich habe eine Frage.

    Ein Freund und ich wurden vorgestern von der Polizei bei einer Verkehrskontrolle angehalten.
    Wir beide hatten den DB-Eater ausgebaut und unter der SItzbank liegen.

    Die Polizisten „bescheinigten“ uns das vorsätzliche Fahren ohne DB-Eater. SIe meinten das Bußgeld würde 50 Euro betragen, weil wir aber vorsätzlich gehandelt hätten würde sich das ganze verdoppeln. Über einen Punkt würde angeblich der Landkreis entscheiden.

    Ich hatte zuvor noch nichts mit der Polizei zu tun.
    Im Internet kann ich jetzt überall lesen, dass das Fahren ohne DB-Eater 90 Euro und bei Vorsatz 180 Euro kostet.
    Bei der Kontrolle gab ich den Verstoß zu.

    Da mir die Polizisten allerdings einen niedrigeren Bußgeldsatz nannten bin ich im Nachhinein nicht mehr einverstanden, das Vergehen einfach so zuzugeben.

    Kann ich im Nachhinein die Tat abstreiten?

    Mit freundlichen Grüßen

  • Alexander B.:

    Hallo,
    auch von mir ein grooßes danke für so viel info. Trotz der langen Texte vestehe ich es immernoch nicht ganz.
    Ich hab nen BMW M5 e60 und habe eine Eisenmann „RACE“ Edition 2x Endtop gekauft. Nun werden die nächte Woche Montiert.
    Der M5 wird glaube ich RICHTTTIG Brüllen (M5/Sound Fetischist) :)))
    Mein „Vorteil“ sage ich mal zu den 3erBMW`s ist das der M5 ja vom Werk aus ein „Familienrennwagen“ mit 507PS ist.
    Und ich hoffe das die Polizei da nicht ganz durchblicken wird wenn ich rumfahre.
    Aber Falls die mich doch gezielt danach anhalten und die NICHT EINTRAGBARE Eisenmann Race Anlage sehen was kann mir da Passieren ? Nur Busgeld oder auch Punkte :/

    Würde mich über eine Rechtlich korrekte Antwort freuen.

    Lg
    Alexander

    P.s. Komme aus BW

  • Felix M:

    Ich wurde von der Polizei auf gehalten weil ich keinen db killer montiert hatte = 90 euro strafe.
    Doch am nächsten tag wurde ich wieder angehalten zwar mit db killer aber wie sich dann herausstellte war dieser gekürzt.
    Was bekomme ich jetzt für eine strafe ? Ich bin noch in der probezeit.
    Danke schon mal im vorraus.
    Mgf Felix

  • Stefan Zwing:

    Ich habe mal an das KBA geschrieben und eine Aukunft über meine Punkte angefordert. Meine 3 Punkte aus dem letzten Jahr für meinen lauten Aupuff sind gestrichen worden! Also alles bestens würde ich sagen :-)

  • Heiner Müller:

    Kann das Motorrad nach neuem Recht noch stillgelegt werden bzw. die Weiterfahrt untersagt werden vom Beamten vor Ort?
    Wie verhält es sich mit einem Auspuff ohne E-Nr.?

    • Thomas:

      Die Polizei darf nie ein Fahrzeug Stilllegen. Die Weiterfahrt untersagen oder das Fahrzeug wegen Beweissicherung beschlagnahmen aber niemals Stilllegen. Das darf nur die Zulassungsbehörde

  • Samu:

    Das wäre auch meine Frage. Ich wurde am 31.101.14 von der Polizei angehalten, weil mein DB-Killer fehlt.

    Folge:

    Das Motorrad wurde sofort stillgelegt, ich durfte nur noch „schieben“.

    Ich habe aber keinen Mängelschein bekommen, muss es also nicht wieder Vorstellen!

    Es wurde ein Foto gemacht und mir wurde gesagt ich bekomme ein Bussgeldbescheid.

    Ist das so Rechtens????

    Viele Grüße

  • Rolf S.:

    Hallo danke für die Infos…

    Habe ein Husqvarna wre 125 ’05 … –> HGS :-*

    Also ein Auspuff ohne abe … statt erlaubte 11ps…So Ca. 25-30 …
    Theo. Müsste ich bloss Geld bezahlen und schieben oder sehe ich das falsch?!
    Den Führerschein darf ich behalten ?
    …bin in der Probezeit macht das ein Unterschied ?

    • J.T.:

      Hallo Rolf S.

      So wie ich das verstehe, hast du einen Führerschein für maximal 125 PS Motorräder???
      Falls ja, und du mit einem Motorrad rausgezogen wirst, welches über deinem zulässigen Führerschein ist,
      wäre dies ein Fahren ohne Führerschein, da würde dir auch kein Schieben mehr helfen 😉

  • Tobias:

    Moin moin habe eine Frage
    Ein Auspuff ohne ABE ohne Straßenzulassung
    Was gib es dafür nach den neuen Bußgeld Katalog 2015 für eine Strafe
    Gib es Punkte ?.oder nicht ?
    Oder kostet es nur Geld ?
    MfG

  • Hadi:

    Wie ist die Rechtslage bei einem offenen Kupplungdeckel?

    MfG

  • Bart:

    Hello,
    I live in Belgium, but I often come to Deutschland.
    If I have a exhaust with DB killer that is not to loud (DB is same as original) but the exhaust is not CE approved. What will happen when the German police stops me?
    Danke,
    Bart

  • Otto:

    Guten Tag,
    bin ich hier unter Vollidioten?
    Wieso versucht Ihr, mit Euren Fahrzeugen großen Lärm zu erzeugen?
    Habt Ihr nichts Besseres zu tun? Was heute fehlt, ist ein Arbeitslager für schwer Erziehbare, wie es früher war,
    das war nicht alles verkehrt.

    • Op:

      Otto, du hast sie doch nicht alle. Gott sei Dank sterben solche Idioten bald aus!

    • Al:

      Otto was bist du denn für einer…. Hört sich so an als ob du schon mal in nem Arbeitslager warst. Und warum ? Erzähl es uns…

    • Bmw fahrer:

      Erstens sind die normalenen abgasanlagen zu leise und erzeugen keine gänsehaut bz sind dadurch langweilig und ich nehme auch nicht hinn das der klappenauspuff demnächst verboten wird was totsler schwachsinn ist weil man da eben seinen Spaß haben kann aber dennoch seinen nachtbarn nicht stört ich kriege da kopfschmerzten letztendes wird man vom staat ins illegale getrieben weil die nie richtig nachdenken vorallem die ….(schimpfwort hier einfügen)….eu

    • Otto hater:

      Du scheiß Nigga meinst bistcool aber du bist schwul:|
      Jay jetzt is es raus

  • Tom:

    Deshalb hab ich immer einen vollen Waschwassertank für eine saubere Frontscheibe…

  • Otto-Gegner:

    Otto Du Oberotto,
    was bist Du denn für ein Spasst?
    Hast Du Opfer-Typ nichts besseres zu tun, als Dich in diversen
    Foren über Motorradfahrer und ihre Fragen aufzuregen und mit Deinen
    braunen Gift-Sprüchen voll zu Texten?
    So Leute wie Du wundern sich auch noch, wenn sie in der U-Bahn Station,
    wegen ihrer großen Fresse am Kopf, eins vor’n Latz kriegen…
    Such Dir ein Hobby, Du hast zu viel Tagesfreizeit!

    Allen anderen, Peace und gute und vor allem Sichere Fahrt!

  • Ronny:

    Hallo… bitte um Definition „defekter Auspuff“… wenn z.B. die eine Schraube, welche den db-Killer fixiert, verloren gegangen ist und daraufhin der Einsatz aus dem Auspuff entfernt wird, damit er nicht in der Frontscheibe des Hintermann fliegt. Wenn die Schraube „abgefallen“ ist, ist doch der Auspuff defekt, oder?
    Danke

  • Harley-Mann:

    @ Otto-Gegner:
    Otto hat es vielleicht etwas sehr drastisch formuliert, hat aber im Kern recht. Nichts gegen einen sonoren Klang außerorts, aber es genügt schon, in einem belieben Ort, der an einer Mopped-Strecke liegt, in einem Straßencafe zu sitzen, um sich sehr gut vorstellen zu können, wie die Anwohner durch die durchgeknallten Idioten, die meinen, aus ihrem Auspuff 100, 110 db und mehr rauslassen zu müssen, terrorisiert werden. Diese Schwachmaten bemühgen sich noch nicht mal, mit möglichst niedrigtouriger Fahrweise innerorts die Lärmbelästigung niedrig zu halten – nein, es muß auch noch kräftig am Gashahnn gezupft und die Drehzahl hochgetrieben werden. Dabei nehme ich die Mitglieder einer Harley-Fraktion nicht aus – wenn ich beim Hinterherfahren trotz Helm vom Gedröhne des Vordermanns Kopfschmerzen bekomme und den Motor meines eigenen Moppeds nicht mehr höre sondern nur noch spüre, dann ist die Grenze nicht nur erreicht sondern überschritten. Schade daß es nicht möglich ist, die Auspuffanlage vor dem Gesicht des Fahrers zu montieren – dann wären ruckzuck alle Moppeds flüsterleise.

  • SaHa:

    Hallo,

    habe eine KTM SMC R 690. Akra Pot drauf mit kompletanlage und eingetragen. Händler hat die Niete weggemacht und Mutter und Schraube dazu gemacht. Was geschieht wenn der DB Killer raus ist aber rest am Motorrad passt?

    Yamaha R1 Rn22 mit Doppel Akra. Was passiert wenn beide DB-Killer weg sind. Doppelte strafe?

    Danke

  • Steven:

    Hallo alle zusammen,
    wie isses denn derzeit mit fahren ohne db-Killer?
    Mein Pott hat E-Nummer und den db-Killer habe ich auch brav dabei.
    Was passiert denn nun wenn mich die blau weißen anhalten und ich „ausversehen“ vergessen hab, den killer wieder einzusetzen? Ist ja eigentlich erllöschen der Betriebserlaubnis, wenn ich den dann doch wieder reinmache, ist die doch wieder hergestellt.

    Hatte öfter mitbekommen das die Polizei neuerdings Motorräder ohne db-Killer beschlagnahmt daher die frage,
    ist die Beschlagnahmung rechtens?

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